5. März 2025

Derby mit Ausblick

Ein letztes Mal in dieser Saison wird die Fanfare der Volleyball-Bundesliga am Sonntag um 16 Uhr in der Georg-Scherer-Halle erklingen. Im letzten Heimspiel begrüßen die ASV Volleys die WWK Volleys Herrsching zum Derby.

Rechnerisch hat Dachau zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde zwar immer noch die Chance auf die Playoffs, aber dazu bräuchte es echte Sensationen mit klaren Siegen gegen Herrsching und eine Woche später beim Meister und frisch gekürten Pokalsieger Berlin Recycling Volleys - und zudem Schützenhilfe der Gegner. Deshalb sieht man im ASV realistisch dem letzten Heimspiel entgegen und hofft nochmal auf einen stimmungsvollen Ausklang.

Sportlich sind die Rollen klar verteilt: die Gäste vom Ammersee - sicherlich wieder von einem lautstarken Fanblock um den König begleitet - wollen ihre Position in den Top 4 halten, um im Viertelfinale den vielleicht entscheidenden Heimvorteil genießen zu können. "Herrsching darf keine Punkte liegen lassen, wird Vollgas spielen. Aber vielleicht liegt in der Drucksituation genau unsere Chance", so Dachaus Coach Patrick Steuerwald.

Seine Truppe kann dagegen befreit aufspielen und hatte dank des Finales im DVV-Pokal auch nochmal ein spielfreies Wochenende und zwei Wochen Zeit zur Erholung und Regeneration. "Bei Matt Slivinski sieht es trotzdem nicht gut aus nach seinem Nasenbruch und auch Luca Rüsselmann wird weiterhin fehlen", so Steuerwald. Der restliche Kader dürfte fit sein und den Lokalrivalen entsprechend ärgern wollen.

"Jeder weiß, dass wir eine wirklich schwierige Saison hinter uns haben. Aber bei allen Herausforderungen haben sich die Jungs fast nie hängen lassen. Deswegen wünsche ich uns allen nochmal ein stimmungsvolles Spiel", so der Coach, der auch wieder auf lautstarke Unterstützung der eigenen Fans hofft. "Zumindest letzte Saison haben wir gezeigt, dass wir Herrsching mit den Fans im Rücken ärgern können."

In der Tat gab es im Heimspiel kurz vor Weihnachten 2023 ein großes Volleyball-Fest, in dem die Herrschinger sich strecken mussten, um das 3:1 zu sichern. Im Rückspiel führte Dachau im BMW Park - auch in der Hand lautstarker Dachauer Fans und damit fast ein zweites Heimspiel - mit 2:0 Sätzen und hatte Matchball auf das 3:0. Am Ende gewann Herrsching knapp im Tiebreak. Im Hinspiel der laufenden Saison - Herrsching wechselte in die heimische Nikolaushalle - gab es erstmals einen klaren 3:0-Sieg für den Favoriten.

Doch nicht nur aus sportlicher Sicht wird sich das Kommen für Volleyball-Fans lohnen. Die Dachauer Verantwortlichen nutzen das letzte Heimspiel auch, um die ersten Veränderungen für die kommende Saison bekannt zu geben - verbunden mit einem Gewinnspiel in der Georg-Scherer-Halle. Sicher ist, dass es ins dritte Bundesliga-Jahr gehen wird. Die weiteren Infos dazu gibt es ab Sonntag und in den nächsten Wochen.

Foto: Haben beide eine Vergangenheit beim aktuellen Gegner: Trainer Patrick Steuerwald und Fabian Suck. (Fotograf: Andi Fried)

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