Für die ASV Volleys geht am Samstagabend die Saison zu Ende. Um 18 Uhr startet das letzte Saisonspiel bei den Berlin Recycling Volleys.
Klar ist: sportlich wird wenig zu holen sein beim amtierenden und Rekordmeister. Dennoch bildet das Spiel in der Max-Schmeling-Halle, dem Volleyball-Tempel, sicher nochmal einen eindrucksvollen Abschluss für die junge Dachauer Mannschaft. "Deswegen werden auch alle dabei sind, auch wenn sie nicht spielen können. Das Erlebnis sollte jeder mitnehmen", so Trainer Patrick Steuerwald.
Zumal auch für ihn die Duelle mit den Berlinern eine besondere Note haben: auf der Gegenseite sitzt sein Bruder Markus auf der Bank und assistiert Headcoach Joel Banks. "Klar ist es immer wieder schön, Markus und die Familie zu sehen. Aber erst einmal steht das Spiel im Fokus", so Dachaus Trainer.
Für Dachau sind ja bereits alle sportlichen Entscheidungen gefallen, die Playoffs verpassen die ASV Volleys auch in ihrer zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg. "Natürlich war das unser Ziel und wir haben auch viel dafür investiert. Aber als Neuling brauchst du auch immer etwas Glück im Verlauf der Hauptrunde und das hatten wir in dieser Saison nicht wirklich", so Steuerwalds Fazit, der aber auch zugibt: "Klar ist auch, dass wir in den wichtigen Spielen nicht immer an unser Limit gekommen sind. Da müssen wir uns auch selbst hinterfragen."
Mit Blick auf das letzte Saisonspiel wünscht Steuerwald seinem Team die notwendige Lockerheit: "Die Jungs sollen Spaß haben, die Halle, die Atmosphäre genießen und sich auf das Messen mit Deutschlands bester Mannschaft freuen."
Denn das sind die BR Volleys trotz ihrer jüngsten Ergebnisse. In der Champions League gab es das dramatische Aus in den Playoffs gegen die SVG Lüneburg, die den Hauptstädtern zuletzt auch die erste Saisonniederlage in der Bundesliga eingebracht haben. Immerhin: den DVV-Pokal holte sich Berlin Anfang des Monats mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Düren.
"Wahrscheinlich haben sie gerade in der Champions League auf ein bisschen mehr gehofft. Deswegen werden sie jetzt vermutlich noch motivierter sein, die Playoffs zu dominieren und ihre Stärke zu zeigen", erwartet Steuerwald einen motivierten Gegner, der aber ohne seinen besten Punktesammler auskommen muss: Diagonalanreifer Jake Hanes ist von der Volleyball-Bundesliga nach seiner gelb-roten Karte in Lüneburg für ein Spiel gesperrt worden. "Aber Daniel Malescha ist da jetzt nicht unbedingt die einfachere Aufgabe für uns", sieht Steuerwald auch darin keinen Vorteil für sein Team.
Foto: Fehlt gegen die ASV Volleys wegen einer Sperre: Berlins Diagonalangreifer Jakes Hanes. (Fotograf: Leon Thonhäuse